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Didi – Wildnistrainer, Scout im Training

Natur hat mich von klein auf begleitet und inspiriert. Ich bin als Kind in einem kleinen Ort neben dem Wald, nahe den Bergen aufgewachsen. Mit Freunden war wir viel im Wald unterwegs, Banden gegründet, Lager gebaut und Geschichten erlebt und erzählt.

Als Jugendlicher war ich sportlich viel in der Natur unterwegs, wandern, mountain biken, schifahren und snowboarden. Ich wollte aber auch viel in der Natur die Ruhe geniessen, daher war ich auch oft alleine unterwegs. Oft bin ich mit meinen Schneeschuhen und dem Snowboard am Rücken von Schitourengehern belächelt worden.

Ich wollte Natur ein wenig besser verstehen, begreifen. Das führte zur Entscheidung für das Studium technische Physik an der TU Graz.

Im Jahr 2006 habe ich dann die Kraft der Natur hautnah erlebt, durch ein Schneebrett schwer verletzt, mit Glück überlebt. Die Aufarbeitung dieses Ereignisses hat bei mir einige Zeit in Anspruch genommen, Freunde sind gestorben, von der Natur enttäuscht, verlassen.

2014 hatte ich die Möglichkeit bei der Natur- und Wildnisschule Tirol, die Ausbildung zum Natur- und Wildnistrainer zu machen. In der ersten Woche während einer speziellen Übung ist mir dann ein fehlender Puzzleteil meiner Erinnerung an meinen Unfall von der Natur „präsentiert“ worden. Von diesem Moment an bin ich sehr offen und hellhörig für die Natur geworden.

Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber der Natur möchte ich gern vermitteln.

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Ingo begleitet unsere Waldläuferbanden und Waldwichtel 

Ich bin Ingo und beim Durchschauen meiner Fotos ist mir aufgefallen, dass es von mir recht wenige gibt. Das liegt daran, dass ich Handyfotos nicht besonders mag und die Kamera oft selbst bediene. So darf ich seit einigen Jahren bei einer Produktionsfirma mitwirken und Ton- und Filmaufnahmen machen. Wenn sich dann zwischen drei Kindern und einem Hund noch Zeit findet, mache ich auch gerne Musik oder eben Fotos, auf denen ich dann nicht zu sehen bin. Mein weg in die Wildnis hat schon in der Kindheit angefangen und wurde von meinem Vater geebnet, der mich bei jeder Gelegenheit in den Wald mitnahm und auf das Leben in der Natur aufmerksam machte. Danach folgte eine kleine Ewigkeit in der Stadt, in der ich mich von mir selbst und der Wildnis entfremdete, viel Zeit vor dem Computer verbrachte und auch mehrere Ausbildungen absolvierte. So kam es dann, dass ich vom Ingenieur zum Volksschullehrer zum Begleiter von Menschen mit Behinderung zum Vollzeitvater gewechselt habe. Nach einer beruflichen und örtlichen Auszeit bin ich im südosten Österreichs angekommen. Ich bin froh inner- und außerhalb der Familie Kindern ein Begleiter zu sein und mit ihnen die Welt jeden Tag neu zu entdecken.